Samstag, 25. Januar 2014

Unmut auch aus dem Ausland

Gestern Nacht ist vieles falsch gelaufen. Angefangen von den Sachschäden und der Polizeigewalt bis hin zum Fakt dass Rechtsextreme ihr Tanzfest in der Hofburg veranstalten dürfen. Auch wenn ich jetzt schon seit fünf Monaten in Amsterdam studiere, kann ich es nicht lassen das Kasperltheater rund um den Akademikerball in meiner Heimatstadt Wien aus der holländischen Metropole mitzuverfolgen. Seit Jahren sind meine Freunde und ich dabei - ob bei Kundgebung, Demozug oder Sitzblockade - und versuchen damit unseren Unmut über den Ball der "Creme de la Creme" der österreichischen und europäischen Faschisten auszudrücken. Heuer bin ich gezwungen diesen Post dazu verwenden um meiner Bitterkeit über die diversen Umstände und Aktionen in der Wiener Innenstadt Ausdruck zu verleihen.

Zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass ich Gewalt jeglicher Form und daher auch die Randale und Beschädigungen verurteile. Besonders von der politischen Linken, die sich auf Werte wie Gleichheit und Solidarität stützt, erwarte ich in einem Land wie Österreich gewaltlosen, friedlichen Widerstand. Das ist nicht nur aus ideologischen Gründen wichtig, sondern auch damit man bei so einer großen Demonstration weiterhin auf die Unterstützung der moderateren Mehrheit hoffen kann. Wenn einem die Verhinderung des Akademikerballs wirklich am Herzen liegt, dann versucht man jeglichen Legimitätsverlust zu vermeiden. Es ist daher wirklich schade, dass ein paar vereinzelte linke Extremisten diesen "good cause" für andere Proteste missbrauchen.

Trotz der Sachbeschädigungen und der Krawalle kann man die Handlungen der Wiener Polizei in keiner Art und Weise legitimieren. Gestern wurde mit einer derartigen Paranoia und Handgreiflichkeit gegen die Demonstranten vorgegangen, dass man das nicht mehr durch Schutzmaßnahmen erklären kann. Laut APA musste sich die Rettung mit fünf Rettungswägen und zwei Katastrophenzügen um zahlreiche Verletzte kümmern. Hier ist ein Video mit Eindrücken der Ausschreitungen gegen die Demonstranten, von denen die meisten sicher keine Schaufenster zertrümmert haben.


Vielleicht wäre es zu all dem nicht gekommen, hätte man nicht aus einer irrationalen Paranoia heraus die halbe Innenstadt abgesperrt und innerhalb des Gürtels Schals und Mützen im Gesicht verboten.  Seit Tagen ist die Rede von riesigen Krawallen und Ausschreitung die bei der Demonstration erwartet werden, und siehe da - so ist es auch gekommen. Es ist, wie Petra Stuiber im Standard schreibt, eine "self-fulfilling prophecy".  Aber das Platzverbot hatte auch andere Auswirkungen: Die Kundgebung der Oragnisation "Jetzt Zeichen setzen", der wohl friedlichste Aspekt der Demonstrationen, konnte nicht am Heldenplatz stattfinden. Stattdessen wurde ihnen provokant von der Polizei angeboten ihre Kundgebung neben der der FPÖ zu veranstalten. Pure Ironie.

Und nun zum größten Anlass meines Unmuts - die Veranstaltung des Akademikerballs in der Hofburg. Es ist ohnehin schon ein Katastrophe, dass in Österreich eine rechtsextreme Partei mit knapp 21% im Parlament sitzt. Zum Glück sind faschistische Politiker und Burschenschafter eine Minderheit. Was sie besoffen auf ihren Buden für SS-Lieder trällern oder welche rassistischen, antisemitischen und sexistischen Witze sie auf ihren Stammtischen erzählen kann mir und vielen anderen daher ziemlich Wurscht sein. Solange die Schmissbacken nichts zu sagen haben und der Großteil der Bevölkerung sie weiterhin verachtet, können wir politisch anders Gesinnte uns wichtigeren Problemen widmen. Aber wenn sie einmal im Jahr, ausgerechnet in der Wiener Hofburg, die faschistischen Prominenten aus ganz Europa zusammentrommeln um einen "Traditionsball" zu veranstalten dann haben wir das Recht dagegen lauthals zu protestieren. Auch wenn es dieses Jahr zu mehreren ungücklichen Ausschreitungen gekommen ist, wird hoffentlich so lange protestiert bis es den Burschenschaftern leid wird das Tanzbein zu schwingen.


Donnerstag, 8. März 2012

Die neue Generation der Couch-Aktivisten

Ich entschuldige mich gleich im Vorhinein für den Advocatus diaboli in mir, wie ihr vielleicht wisst spiele ich den recht gerne. Jedoch ist er nur dafür zuständig neue Gedankenanstöße in eine relativ einseitige Meinung zu bringen! 


In unserer heutigen Lebenssituation gilt ein einfaches Gesetz: je mehr man dafür kämpft, die Welt zu verändern, desto weniger verdient man, und je mehr man einer unwichtigeren, 'unedleren' Tätigkeit nachgeht, desto höher wird das Gehalt. Doch damit ist jetzt Schluss, denn durch allmächtiges Social Media kann man nun von zu Hause aus mit ein paar Klicks die Welt verändern. Ich bin davon nicht ausgenommen, als Blogger versucht man in Wahrheit auch nichts anderes als mit seinen Worten über das Internet neue Gedanken zu verbreiten, und ich unterzeichne auch weiterhin brav meine Petitionen. Doch es stellen sich natürlich mehrere Fragen durch diese neue Form des Aktivismus. Kann man wirklich durch einen Klick auf den 'Share' Button die Welt verändern? Und ersetzt der 'Couch-Aktivismus' die reale soziale Tätigkeit? 


Das aktuelle Beispiel dazu wäre die Kampagne KONY 2012, das hauptsächlich aus einem halbstündigen, leicht kitschigen Video besteht. Dieses Video hat sich in den letzten 48 Stunden wie eine Pandemie im Internet verbreitet und immer mehr Leute schließen sich diesem 'good cause' an. Soweit so gut, alle Menschen sollen wissen, dass Joseph Kony ein Kriegsverbrecher ist, der schon seit Jahrzehnten wütet. Aber wissen wir nicht auch über den Genozid in Syrien, wissen wir nicht vom Klimawandel und der Zerstörung unseres Heimatplaneten? Ja, wir wissen davon, doch Aktivisten werden wir dadurch auch nicht. 


Doch wozu sharen? Es ist eine Mischung aus Balsam für die Seele und Selbstdarstellung. Mit dem Klick tut man sich selbst gut, man bekommt die Befriedigung aktiv in der Welt gewesen zu sein. Ein netter Nebeneffekt dabei ist, dass alle 500 Freunde sehen können was für ein guter, gescheiter, aktiver Mensch man ist. Es ist die persönlich Stellungnahme, die eine gleichzeitig selbst inszeniert. Und motiviert wird das ganze durch den Leitgedanken, als kollektive Klicker etwas bewirken zu können. 


Ich will nicht behaupten, dass man durch Social Media nichts erreichen kann. Im Gegenteil, es ist das Medium der Zukunft und kann dadurch allerhand bewirken, indem es Massen mobilisiert und gleichzeitig informiert. Doch die Frage ist auch, worüber man informiert wird. So schnell wie sich dieses Video verbreitet hat, und so gut es gemacht ist, so schnell können sich auch andere, gut gemachte Videos verbreiten die eventuell keinem 'edlen' Leitgedanken folgen. Wie soll man dann einen guten von einem schlechten 'cause' unterscheiden, wenn Informationen nicht mehr über die Presse sondern über das Internet verbreitet werden, und das viel schneller mit höherem sozialen Druck. 


Und was wird nun aus dem Aktivismus der realen Welt? Wird dieser dem Internetaktivismus zum Opfer fallen und an Bedeutung verlieren? Werden Leute weiterhin Sozialprojekte machen, wenn sie ihre soziale Pflicht mit einem Klick abgehakt haben? Das sind alles Gedanken, die man nicht übersehen sollte. Denn wenn eine Spende oder eine Hilfsreise durch ein Video ersetzt wird, sollte uns das zum Nachdenken bringen. Es ist die neue Generation der Couch-Potatos, die plötzlich die Chance haben, politisch und sozial aktiv zu sein. Die virtuelle Welt sucht und jagt Kriegsverbrecher. Vielleicht fangen sie ihn wirklich, vielleicht auch nur virtuell. 







Freitag, 24. Februar 2012

Der pessimistische Leviathan

ACHTUNG: Es ist empfohlen diesen Post nur dann zu lesen, wenn man den Film oder das Buch Clockwork Orange kennt!!!

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich meine große Bildungslücke gestehen werde. Abgesehen von Sport, Botanik, Zoologie und Autos habe ich riesige Lücken in der Filmgeschichte. Die Filme, die ich gesehen habe, kann ich an einem Kamm abzählen und meistens sind diese Hollywood rom-coms gewesen. So habe ich gestern Abend beschlossen, diese Bildungslücke etwas zu verkleinern und mir zum ersten Mal den Film Clockwork Orange. Abgesehen davon, dass ich begeistert, fasziniert und gleichzeitig schockiert war, beschäftigte mich der Film bis tief in die Nacht hinein, bis ich verstand wieso: Es gibt in diesem Film keinen Ausweg, kein Richtig und kein Falsch. 

Der Anfang des Films zeigt den jungen Engländer Alex und dessen Gang, die mit Genuss und Erregung an anderen Menschen schwere Gewalt ausüben. Als Alex dann von seiner Gang im Stich gelassen, festgenommen und zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt wird, beugt er sich dem System bis er für ein Experiment zugelassen wird, welches Kriminelle 'heilen' soll. Nach dieser Behandlung wird Alex freigelassen, kann aber sich und seinen eigenen Willen ohne Gewalt nicht mehr durchsetzen. Als Wehrloser streift er durch die Gegend und wird nun selbst zum Opfer von Gewalt, bis er schließlich in den Selbstmord getrieben wird. Jedoch überlebt Alex diesen Suizidversuch und wird im Krankenhaus erneut 'geheilt'. Die Regierung versucht nun ihre Fehler wiedergutzumachen und Alex ein angenehmes Leben zu bieten. 

Nun zeigt der Film anfangs eine Welt ohne 'Law & Order', der Mensch im 'Naturzustand'. In diesem Stadium kommt es zu hoher, sinnloser Gewalt, ganz genau so wie es Thomas Hobbes, ein englischer Philosoph aus dem 17. Jahrhundert, in seinem Werk Leviathan prophezeit hat. Doch wie Alex in die Hände der exekutiven Gewalt gelangt, wäre dies theoretisch die umgesetzte Idee des Leviathan. Alex wird 'geheilt' und ist nun ein guter Mensch, der zwar nicht unbedingt 'for the greater good' handelt aber niemandem etwas zuleide tut. Doch jetzt ist er das Opfer, denn Menschen um ihn herum sind weiterhin im Naturzustand. 

Das Störende und Besorgniserregende an diesem Szenario ist die Tatsache, dass man entweder der Schlagende oder der Geschlagene ist, einen Mittelweg gibt es nicht. Und wir brauchen keine Spieltheorie um uns zu sagen, dass man in diesem Dilemma immer besser der Schlagende als der Geschlagene ist. Damit besagt diese Geschichte, dass es praktisch unmöglich ist dem menschlichen Naturzustand, der als Chaos und Gewalt vorausgesagt wird, zu entkommen. Leviathan, der normalerweise die Lösung für das Problem ist, kann in diesem Fall auch einen Ausweg finden. Und selbst der größte Hobbesianer muss sich eingestehen, dass eine Welt voller 'geheilter' Menschen auch keine Lösung sein kann, denn soviel Wert muss persönliche Freiheit haben. 

Clockwork Orange ist die schlimmste Form einer Dystopie: eine ohne Ausweg. Selbst George Orwell's 1984 hat die Botschaft, dass man jedes totalitäre System umgehen muss um die Freiheit zu bewahren. Der weniger gelungene Film The Day After Tomorrow besagt, dass man den Klimawandel stoppen muss um die Erde zu retten. Doch Clockwork Orange malt schwarz und lässt den Zuschauer oder den Leser in dieser Vorstellung, ohne einen einzigen Lichtblick. Und so ist einer der größten Pessimisten aller Zeiten, Thomas Hobbes, doch noch geschlagen worden. 

Dienstag, 31. Januar 2012

Warum Erzählungen über weinende Frauen die Frauen zum Weinen bringen

Statt mir an einem Dienstagabend wiedermal die neuesten Folgen amerikanischer Serien anzuschauen, stand heute ausnahmsweise das österreichische Fernsehen am Plan. Ein Duell, dass es so schnell nicht wieder geben wird: HC Strache vs. Armin Wolf. Nach einem kurzen Bericht über die skanadlösen Aussagen und Verurteilungen einiger FPÖ Politiker, saß der ausgebildete Zahntechniker gegenüber dem Politikwissenschafter (Bitte raten wer wer ist!). Der Anlass dieses Zwiegesprächs waren die Aussagen, die Strache am WKR-Ball zu einem STANDARD-Journalisten gesagt hatte, ohne gewusst zu haben mit wem er gesprochen hatte. Strache hatte sich und die Ballgäste als die "neuen Juden" bezeichnet, und die Protestaktionen gegen den umstrittenen Ball mit der "Reichskristallnacht" verglichen. Dabei stellt sich die Frage, wenn Strache pietätslose und inakzeptable Aussagen vor einem Fremden tätigt, was er dann alles seinen Stammtisch-Dreibier-Freunden sagt.


Aber nein, so war das natürlich nicht gemeint. Der Vergleich zur Judenhetze und zum Novemberpogrom sei so nie gezogen worden, das ist wieder einmal eine Verschwörung der Linken (wozu der STANDARD natürlich auch gehört) um weiterhin gegen die brave, demütige FPÖ zu hetzen. Und während Straches aufgerissene, blaue Hundeaugen sein tiefstes Mitgefühl für die Juden im Nationalsozialismus glaubwürdig machen wollen, weiß man als Zuseher, das er in Wirklichkeit nur ein Lügner ist. Und ein schlechter noch dazu.


Gut, die Hundeaugen funktionieren nicht. Armin Wolf tut nicht einmal so, als würde er ihm auch nur ein wenig glauben. Jetzt muss ein Plan B her. Jonathan Swift ist in seinem Essay A Modest Proposal auch schon draufgekommen, dass man Mitleid am Besten mit der Erwähnung von Frauen und Kindern erzeugt. Daran nimmt sich Strache nun auch ein Beispiel und erwähnt die "weinenden Frauen" und die "Angst um ihre Kinder". Das Problem ist jedoch, dass Jonathan Swift es sich leisten konnte im 18. Jahrhundert mit Frauen und Kindern Mitleid zu erzeugen. Aber im 21. Jahrhundert ist das Bild der Frau und der Familie eigentlich ein Anderes, es sei denn, man betrachtet die Frau als Haushalts- und Kinderbekommmaschine. Dieses Frauenimage der guten und tüchtigen Mutter entspricht dem der Nationalsozialisten. Wenn also Strache versucht hat, mit dieser Mitleidstour nicht nur Neonazis anzusprechen, so ist ihm das wahrscheinlich nicht gelungen. 


Nun gut, zurück zum "neuen Juden". Strache erklärt in welchem Kontext diese Aussagen getätigt wurden, um das große "Missverständnis" aufzuklären. Er habe diesen Vergleich nie gezogen, er habe lediglich gemeint, dass er sich in die Situation der Juden während des Novemberpogroms hineinversetzen hat können und sehr wohl Ähnlichkeiten der Umstände sieht. Also nein, es ist kein Vergleich und keine Verharmlosung gewesen, sondern nur ein Vergleich und eine Verharmlosung gewesen. Armin Wolf fällt dies sofort auf und spricht Strache auf den neu gezogenen Vergleich an. Nein, das ist wiederum kein Vergleich gewesen sondern ein etwas umformulierter Vergleich. Und so geht es weiter und weiter, bis man draufkommt, dass es keinen Sinne ergibt, den Herrn Zahnarztassistenten zum "Geständnis" zu bringen. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass er solche Dinge nicht nur gesagt hat, sondern sie auch seiner Meinung vollkommen entsprechen. Und da kann man sich dann nunmal schwer rausreden. 


Aber Hauptsache die Linken sind schlimmer als die Rechten. "Wäre die Polizei nicht gewesen, wären wahrscheinlich Menschen gestorben", behauptet Strache. Stellt sich nur die Frage wer das Opfer gewesen wäre - die linken Trommler mit Peace-Tattoos oder die Schmissbacken mit dem Säbel am Gürtel. Das Fazit des Gespräches ist, dass der FPÖ-Parteichef mit seiner guten Rhetorik seine schwache Argumentation, seine Nervosität, seine Taktlosigkeit und insbesondere seine Dummheit nicht überdecken kann. Ich hoffe doch, dass das eines Tages auch seine Wähler einsehen werden. Und was genau die Frauen zum Weinen gebracht haben soll, wissen wir noch immer nicht. Die Cargohosen und die Dreadlocks waren es jedenfalls nicht. 

Montag, 23. Januar 2012

Why aren't Sheep Green?


On an idyllic green meadow, with green trees and green grass, in a green world with non-processed food, fair trade and hybrids, there they are: the rebels of the 21st century, sheep. They just stand there on the fields, eating all the beautiful green plants while producing masses of methane by disrespecting their biological food and spitting it all up. It is a worldwide conspiracy that falls directly into the laps of all the people that still drive a normal car, don’t recycle and eat processed food. I believe it is clear, that sheep are deliberately keeping their white coloring to militate against the green movement.
Sheep are ruminant animals, and ruminants produce methane while eating. They are known to be bigger contributors to global warming than cars and large factories. But while humans switch to hybrids and start gathering clean energy, sheep just stick to the way their metabolism has always been. If we adjust to the problems of the 21st century, why can’t they?
This rebellious, almost pubertal atmosphere towards the green movement can be explained by the noises our hybrid cars make when we drive to a green meadow to campaign for a green future. Several flocks of sheep got annoyed, contacted each other immediately all over the world (the opportunities due to globalization are immense) and sent their flock chiefs to an international summit in 2010 on a beautiful meadow in South America. The resolution of the ‘Baa to the Mean Green-Summit’ was that they would not give in to the pressure, which was put on them.
The truth is, although it is a taboo in sheep communities, that there have been some sheep who have felt the urge to ‘go green’, and changed their color accordingly. But green activists immediately sheared these sheep, because they had to grab the opportunity of wearing shirts made from naturally green wool, and not like all the others, chemically colored.  The sheep, which actually expected being integrated in the green community, were shocked and went back to growing white wool.
A year ago, a journalist from a cow newspaper (cows haven’t ‘gone green’ but they do have a brownish touch, which is a beautiful earthly color) interviewed the head of the summit and asked him why the sheep are continuously rebelling against ecological adjustments. His answer was, “Baa Ba Ba Baaaaa”, which means, “We sheep have come to the common consent that being green is more an artificial lifestyle than a belief. Because of our metabolism and our way of living, we would be as hypocritical as humans are.”
This extreme critique of humanity made sheep even more unpopular. Now they are not only white, grass-eating global warmers, they are also the new enemy of the green movement. Of course these accusations are completely false, being green is a lot more than a lifestyle, it’s a way of thinking and setting up new moral values. In the past there, we had to lean on the Bible, the Quran, the Torah and works of major moral philosophers. But today these writings aren’t so major anymore because we have a new philosophy, being and thinking green. If the most important virtues used to be honesty, forgiveness, loyalty and charity, today they are recycling your sticky-notes, driving a hybrid car and buying non-processed fair-trade food. The 21st century is a time of new values, and if it weren’t for sheep, everyone would be a part of it.
Sheep aren’t green because they purposely withstand and mock the new virtues of the 21st century. The white color is not only a symbol of opposition; it also shows that currently there is peace between the green activists and the sheep community. Should that ever change, which is of course a possibility because there are new studies everyday on the effects of methane on our atmosphere, there would be a new sheep summit and sheep all over the world would change their coloring to red. 

Mittwoch, 21. September 2011

Ein Essay über das Wiener MuseumsQuartier

Die große Statue der Kaiserin Maria-Theresia steht genau zwischen zwei renommierten österreichischen Museen, dem Kunst- und dem Naturhistorischen Museum. Doch ihr Blick geht starr hinaus auf die Ringstraße und den Burggarten. Theoretisch könnte sie ihren Kopf wenden, die Architektur der beiden pompösen Gebäude betrachten und danach schmachten, eines Tages eines der Museen von innen zu sehen. Doch was ihr leider physisch unmöglich ist, ist ihren Kopf ganz umzudrehen und einen Blick nach hinten zu werfen. Sie denkt, hinter ihr befinden sich die königlichen Hofstallungen des Hauses Habsburg, welche ihr Vater 1713 in Auftrag gegeben hat. Wäre die österreichische Kaiserin jedoch eine Eule gewesen und hätte ihren Kopf drehen können, würde sie auf das heutige kulturelle Zentrum Wiens blicken, das Museumsquartier. Die ehemaligen Hofstallungen sind heute der zentrale Gebäudekomplex dieses Platzes. Sicher würde die Kaiserin so einen Kulturschock erleben, dass sie ihren Zepter beinahe fallen ließe, denn aus den ehemaligen königlichen Hofstallungen ist ein kultureller „Hot-Spot“ geworden. Und doch ist das Wiener Museumsquartier ein Platz, auf den jeder Wiener stolz ist.
Die königlichen Hofstallungen sind 1725 vom Sohn des Stararchitekten Fischer von Erlach fertiggestellt worden.  Doch nach dem Ende des ersten Weltkrieges und der Gründung der Republik Österreich haben sie jeglichen Nutzen verloren und wurden aufgelöst.  Das Gebäude, welches sein volles architektonisches Potential lange nicht wegen eines Vater-Sohn Zwists erreicht hat, ist jedoch stehen geblieben. 
Dieser Gebäudekomplex ist ab 1921 zum Messepalast umbenannt, und wieder genutzt worden. Die Wiener Messe AG hat das barocke Gebäude gekauft und für die Öffentlichkeit freigegeben. Im zweiten Weltkrieg ist dieser Komplex jedoch so zerstört worden, dass man einen Großteil der Fassade neu errichtet  und den großen Hof verkleinert hat. Seit der Gründung des Messepalastes ist es immer schon zu populären Ausstellungen in den Räumlichkeiten gekommen, beispielsweise die Ausstellung „Wien und die Wiener“ 1927, die Franz Schubert-Zentenarausstellung 1928, die Schau „250 Jahre Wiener Kaffeehaus“ 1933 oder „Die Frau und ihre Wohnung“ 1950. Während der NS-Zeit ist der Messepalast auch von der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei zu Propagandazwecken genutzt worden, und während der Besatzungszeit hat der britische Informationsdienst eine Schau über London veranstaltet. Auch der amerikanische Besatzungsdienst hat eine Ausstellung eröffnet und hat eine Basketballhalle dort errichtet. So haben Österreicher durch die Amerikaner nicht nur Kaugummi und Schokolade, sondern auch Basketball kennengelernt. Die Messen sind immer mehr in den Hintergrund gerückt und seit den 1970er Jahren ist es vermehrt  zu Diskussionen gekommen den Gebäudekomplex rein für kulturelle Zwecke zu nutzen. 1995 ist die Wiener Messe AG schließlich abgezogen.
Seit 1985 ist der Messepalast Veranstaltungsort der Wiener Festwochen, die dort heute ihre Hauptspielstätte haben. In dieser Zeit ist die Idee aufgekommen den Platz um die ehemaligen Hofstallungen kulturell zu Nutzen. Stararchitekten aus aller Welt sind gekommen um ihre Entwürfe zu präsentieren, alle nach dem Vorbild des Centre Pompidou in Paris. Man hat einen Wettbewerb ausgeschrieben den die Architekten Ortner und Ortner (Manfred und Laudis) gewonnen haben. Sie haben ein schmales Hochhaus bauen wollen als Wahrzeichen des Platzes, der sogenannte Leseturm. Das hat jedoch einen Aufschrei unter den Kunsthistorikern zu Folge gehabt, und schließlich hat sich 1994 Bürgermeister Helmut Zilk dagegen entschieden. Ein neuer, gemäßigter und vom Denkmalamt angenommener Entwurf ist gefertigt worden, und 1998 hat man mit dem Bau des achtgrößten Kulturareals der welt begonnen.
Am 29. Juni 2001 wurde das Wiener MuseumsQuartier schließlich eröffnet. Seitdem ist es kulturelles, soziales und kulinarisches Zentrum zugleich. Der Haupteingang führt an einer Veranstaltungshalle und einem Design-Shop vorbei, dann betritt man den Hauptplatz. Links vom Hauptgebäude des Messepalastes steht ein architektonisches Wunderwerk, das MuMoK (Museum für Moderne Kunst. Dieser dunkelgraue Gebäudeklotz enthält die österreichische Sammlung der Werke im 20. Jahrhundert von der modernen bis zur zeitgenössischen Kunst. Die andere Seite des Messepalastes ist durch einen gläsernen Durchgang mit dem Leopold Museum verbunden, welches sich auf Schieles Werke spezialisiert. In diesem Glasgang befinden sich Tische des Café Leopolds, man kann also von unten Leute beim Kaffeetrinken beobachten. In der Nacht wird das Café Leopold zu einem musikalischem Erlebnis für zeitgenössische U-Musik-Ohren. Der Keller des Cafés ist eine Disco in der sogenannte „Hipsters“, also urbane und kosmopolitische Leute, hingehen zu Electronic Musik zu tanzen. Der ehemalige Messepalast ist jetzt das Gebäude der Kunsthalle Wien, in dem traditionell immer noch Sonderausstellungen gehalten werden. Vor kurzem ist dort eine Weltraumausstellung gewesen, die sehr an die Ausstellung „Erschließung des Kosmos durch die UdSSR“ 1968 erinnert, in der das sowjetische Weltraumschiff „Wostok“ ausgestellt worden ist. Der gesamte Platz ist überhäuft von modern gestalteten Bänken zum Sitzen und Liegen, die sogenannten Enzis. Doch 2011 wurden diese durch ihre aus Plastik fabrizierten und etwas anders designet Enzos ersetzt. Der Enzi ist mittlerweile ein Kultobjekt geworden, man kann sich seinen eigenen Enzi als Möbelstück bestellen. Die neueren Enzos bleiben hingegen eher unbeliebt bei der Bevölkerung. Auf diesen Enzis/-os sitzen während des Tages und besonders abends Gruppen von Freunden, die sich eine Palette Bier und ein paar Snacks mitnehmen. So ein Enzi ist ein geeigneter Platz zum picknicken, denn es haben viele Leute darauf Platz. Soziologen müssten bei diesem Anblick einen Orgasmus bekommen, denn am Abend wimmelt es auf dem ganzen Platz von diesen sozialen Clusters, die jedoch voneinander nichts mitzubekommen scheinen. Ein paar wenige Enzis stehen auch vor dem Haupteingang auf einer Wiese, auf der befinden sich die jüngeren Leute die oft der Jugendkultur „Emo“ angehören. Emos sind meist im pubertären Alter aufzufinden und gekennzeichnet durch einen markanten, rebellierenden Kleidungsstil. Sie tragen viel schwarz und Knallfarben, dazu haben sie oft Piercings und entweder schwarze oder platinblonde Haare. Emos sind die Punks des 21. Jahrhunderts, und sitzen komischerweise immer nur vor und nie im MuseumsQuartier selbst.
Könnte sich Maria Theresia also umdrehen, würde ihr Blick zuerst auf die rebellierende Jugend fallen. Das wäre sicher ein großer Schock, eine über 200 Jahre alte Kaiserin versteht die Kultur einer revolutionären Jugend nicht. Sie würde sich überlegen ob sie als Kaiserin versagt hat, denn sie hat die Schulpflicht eingeführt. Auch wenn sie das Innere des MQs sehen würde, wäre sie nicht sonderlich begeistert. Die moderne Architektur erschiene ihr als banal und hässlich und sie würde sich ärgern, dass das Erbe ihres Vaters verloren gegangen sei. Doch die königlichen Ställe Fischer von Erlachs sind nicht vergessen worden, im Gegenteil. An diese erinnert noch ein Nachtclub hinter dem Hauptgebäude des Messepalastes, der „Hofstallungen“ heißt. 

Mittwoch, 25. Mai 2011

Tod des Leviathan oder Warum das Parlament und die Börse beide am Ring stehen

Es ist passiert! Ich, Sparkling Clementine, eingefleische Hobbesianerin, Anfechterin der Demokratie, habe meine Meinung umgeworfen! Nicht komplett, jedoch muss ich sagen, nachdem ich momentan Leviathan lese, dass es der heutigen Zeit nicht mehr ganz anpassbar ist. In einer langen Diskussion über dir Demokratie mit meinen Großeltern brachte mein Großvater plötzlich das Killerargument: In der Politik verhält es sich wie in der Wirtschaft; ohne Wettbewerb keine Motivation. Hat jemand also ein Machtmonopol, liegt es der menschlichen Natur automatisch nahe sich weniger um das Wohl des Landes zu bemühen, als wenn es einen Wettbewerb gäbe. Und das muss sogar ich als überzeugte Optimistin einsehen.

Paradox ist ja noch, dass Hobbes eigentlich an einen von Grund auf bösen Menschen glaubte im Gegensatz zu seinem Kollegen Locke, der wie ich, das humanitäre im Menschen sah. Meine Theorie wäre also eine Kombination der beiden gewesen, was sich in vielen Aspekten jedoch widerspricht. Aber das ist alles nicht weniger schlimm, ich bin jung und habe noch ein ganzes Leben Zeit um das perfekte politische System zu finden (solche Posts werden vielleicht noch öfters vorkommen ;))

Wie gesagt, der Aspekt des Wettbewerbes in der Demokratie macht sie fortschrittlicher als jedes autoritäre System, genauso wie Planwirtschaft vs. Marktwirtschaft. Doch das Problem an der Demokratie in ihrer heutigen Ausführung ist, dass wie eine Marktwirtschaft geführt wird. Aber mit der Politik verhält es sich nun mal anders als mit der Ökonomie - ob eine Bank in Konkurs geht oder ein Land in eine soziale Krise rutscht ist ein gewaltiger Unterschied. Dadurch, dass die Risiken in der Politik soviel höher sind, jedoch der Weg zum Erfolg derselbe ist, kippt dieses Ungleichgewicht sehr schnell.

Wir müssen in der Politik vorsichtiger werden, klare Grenzen ziehen und weniger auf die persönliche Freiheit achten denn die hemmt wiederum den politischen Fortschritt. Das sieht man am steigenden Rechtsradikalismus in Europa, denn die Grenzen, die eigentlich gezogen sind, werden immer weiter hinausgeschoben. Warum? Wegen Toleranz und Meinungsfreiheit. Doch selbst die hat ihre Grenzen. In der Ökonomie, dort ist alles leichter. Da muss man sich nicht viel mit Moral beschäftigen, man spekuliert einfach mit ein paar Aktien und das wars' auch schon. Doch wenn unsere Politiker die Demokratie als freien Wettbewerb betrachten, dann haben wir ein Problem.

Sonntag, 27. März 2011

Der Blaue Reiter unter dem Flugdach

Ich wollte in diesem Post ein bisschen von der Gesellschaftspolitik wegkommen und etwas über Kunst und Kultur in Wien schreiben. Ich war gerade in der Wiener Albertina und habe mir 2 Ausstellungen angeschaut: Roy Liechtenstein - Black and White und Der Blaue Reiter.

Zuerst einmal war ich in der Liechtenstein Ausstellung, und obwohl sie winzig war waren die Stücke doch sehr interessant. Die Ausstellung zeigt den Bezug von Werbung zu Liechtensteins Kunst, und ich bin zu einem Schluss gekommen. Roy Liechtenstein war kein Comiczeichner, er war ein Comicabzeichner. Die meisten seiner Werke sind abgemalt aus Comicheften oder Werbungen. Doch sein Talent war etwas "nur zur Unterhaltung oder nur zu Marketingzwecken" dagewesenes in Kunst zu verwandeln. Ich habe auch noch nie in meinem Leben so viele Bilder von amerikanischem Essen gesehen, doch ich finde es reflektiert Amerika in den 70er Jahren perfekt.

So und jetzt zum blauen Reiter: Kandinsky, Kubin und co. sind alle atemberaubend gut, das wissen wir ja. Aber wäre ich ein Kurator, hätte ich die Ausstellung nicht in Künstler geteilt, sondern chronologisch und politisch geordnet, schließlich geht es ja um die Künstlervereinigung und nicht um jeden Künstler einzeln.

Hier kommen die Bilder, die mir persönlich am besten gefallen haben (von Paul Klee natürlich ;) )


Dieses Bild heißt "Zwei Männer, einander in höherer Stellung vermutend, begegnen sich". Der Titel brachte mich zum lachen, und auch wenn man das Bild betrachtet bemerkt man, wie absurd diese Situation eigentlich ist. Wenn ich es sehe beginne ich daran zu denken was danach wohl passiert ist, und diese lustige Begegnung ist ein großartiger Kontrast zur kargen Landschaft. 

Dieses Bild heißt "Jungfrau (träumend)" Wiedereinmal ein Bild, dass ohne Titel nur halb so skuril erscheint. Ich habe das Gefühl, dass Klee mit dieser Zeichnung das antike Bild der träumenden, wartenden Jungfrau parodiert indem er eine frustrierte, anscheinend gelangweilte, alte Jungfrau darstellt, die noch dazu auf einem kargen Baum sitzt. 


izze - sparkling clementine 

Mittwoch, 26. Januar 2011

Some tea for you, Mr. President?

This Blog is written in English, mostly because the topic takes place in america, and I am currently living in the Bronx, New York. Yesterday I spent my evening watching the "State Of The Union" (for my austrian readers: Obama held a speech about the budget plans for the next two years) I must say, the speech was amazing! He presented his main issues (research and innovation, education and infrastructure) and even said a lot about the enviroment. I think these were great plans, but was a little disappointed that he didn't say a lot about the healthcare. 

10 minutes after the speech, which was over an hour long, the Republicans responded per television. A young, not unattractive Republican held a speech about how huge America's debt is, and that one must cut the spendings, basically saying that all of Obama's talk about investing into education and infrastructure is bullshit. What I don't understand, is that if the Republicans are such big Sparefrohs (people who save  lot of money) and if the debt is so crazy high, why they still want to lower taxes. 

With an expression on his face like your kid just died, Ryan compared America's economic situation to Greece and Ireland. Seriously?! That's like comparing apples to a frying pan (oranges would not be enough to emphasise the difference) Hey guys guess what, Greece's economy is tiny, and we have the EU to support it. You're in less trouble than Ryan wants you to think! What a surprise, I didn't like the Republican Response, i found him a very icky guy who said a lot of stupid stuff and didn't respond to Obama's speech in any way. He kept talking about America's economy collapsing; come on, if your economy collapses the world economy collapses! We've seen and felt it, probably more than you Mister.

But then I saw another response that made Ryan's look like Einstein presenting the theory of relativism: the Tea Party Response by Michelle Bachmann. Again for Austrians, she is a shrill extreme Republican b**** whose IQ may be higher than Sarah Palins,  but as we all know, a fly could compete with her. (Since I'm not American I see myself in a position in which I can curse on some people in the gouvernment ;)) She seemed like talking to Pre-K kids, she would call healthcare "Obamacare", basically she wanted to make every liberal watching her vomit. At some point of her "speech" the picture of the Constitution (like the Staatsvertrag), changed into a big graph of the debt under Bush and under Obama. Unfortunately, what she forgot to mention was that (under Bush, the REPUBLICAN) the world economy collapsed. Ooops! 
Then she said something, that turned the whole speech into a comedy: that America already has the best healthcare system. Tellya' what Chelle: Our economies work eventhough everyone has health insurance and no one dies because he can't afford treatment. BUHYAH! 

Turn down the ego, please. Yeah America, your great, but you may also want to mention the screw ups in some place. But if Michelle says that America is the best country ever founded, well then that must be true! 

I thought christianity was about loving your neighbors and helping people, not refusing to wear a Gaby Gifford Ribbon (Chelle did, oh yes!) Please, stick to your principles! And remember, the world continues behind the Atlantic and the Pacific, sometimes there's more at stake than just your taxes. 

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Aus dem Tagebuch von Josef dem Schreiner

Mittwoch, 24.12.0000

"Scheiße. Scheiße, scheiße scheiße verdammt noch einmal! Jetzt stehe ich da in der Kälte mit meinem schwangeren Weib und ich hab so einen Hunger! Mein Leben ist momentan eine absolute Katastrophe. Und dabei habe ich doch wirklich nichts getan!

Vor einem Jahr war alles noch in Ordnung. Ich war ein erfolgreicher Schreiner und habe eine schöne Frau kennengelernt, namens Maria. Natürlich habe ich mich sofort in sie verliebt, aber im Nachhinein muss ich sagen, so anders und besonders ist sie jetzt auch wieder nicht... Naja auf jeden Fall hatte sie einen Wunsch, und zwar, dass wir mit dem Sex warten. Ja ist machbar, dachte ich mir, ich mein es gibt ja auch so etwas wie Selbstbefriedigung ;) So lief alles gut, doch plötzlich wurde sie immer dicker. Und fetter und größer und molliger. Ich wollte mich schon von ihr trennen, und gerade als ich das Thema angeschnitten hatte, begann sie fürchterlich zu plärren und jammerte etwas von einem Baby in ihrem Bauch. Ich verstand genau Bahnhof, wie sollte sie schwanger sein wenn wir keinen Sex gehabt hatten? Hatte sie mich etwa betrogen?

Nach einigen Wochen war ich mir sicher - das Kind musste von einem anderen Mann gewesen sein. Ich wollte sie eh schon verlassen, aber dann kam so ein blonder Gaylord mit Flügeln und erklärte uns, dass Kind sei von Gott selbst! Ich wusste sofort, da ist so eine komische Sekte im Spiel. Ich habe gehört die Zeugen Jehovas sind ein Haufen Schwindler, die wollten sich sicherlich einen Jux machen. Aber meine Verlobte konnte ich davon nicht überzeugen, sie glaubte nämlich wirklich dass Kind sei von Gott. Ich weiß bis heute nicht was ich glauben soll; ja wahrscheinlich hatte sie eine Affäre. Aber ich liebe sie nunmal und sie ist wirklich nichts ohne mich, darum beschloss ich sie nicht zu verlassen.
Ja und was nun? Jetzt wandern wir in der Wüste herum, hungrig, meine Verlobte ist hochschwanger und das Kind ist nicht einmal von mir. Wir waren schon bei vier Wirten und haben um Logis gebeten um den Bastard zu gebären, aber sie haben uns alle in einem sehr unfreudlichen Ton weitergeschickt. Der letzte hat gemeint ein paar Kilometer weiter ist eine Schenue, da sollen wir die Nacht verbringen. Schauen wir etwa aus wie Kühe?? So eine Frechheit aber auch..."
Donnerstag, 25.12.0000

"Der Bastard ist auf der Welt, Maria meint er hat sogar ein paar meiner Gesichtszüge. das sagt sie aber sicher nur um mich bei ihr zu behalten. Auf jeden fall war das die seltsamste nach meines Lebens! Als wir in der Scheune ankamen, lag Maria schon in den Wehen. Und als das Kind auf die Welt kam, ein kleiner Junge, standen plötzlich ein Esel und ein Ochse vor der "Krippe" (es war eine Strohnische aber ich musste es vor eine gebärenden Frau ein bisschen euphemisieren)

Dann kamen drei sehr seltsam angezogenen Männer mit vielen Geschenken dabei. Ich habe mich schon total gefreut, schließlich war ich hungrig und gegen wertvolle Geschenke hatte schließlich noch niemand etwas. Ich wollte sie schon empfangen, aber die Drei gingen einfach an mir vorbei! Sie sagten, die Geschenke seien für das Kind, denn Jesus der heiland sei heute geboren worden. "Jesus!?", dachte ich mir. Ich wollte meinen bzw. nicht meinen Sohn eigentlich Kevin nennen! "Marichen", sagte ich "wir nennen unser Kind schon Kevin oder? Nur weil die Seltsamen da etwas von Jesus faseln. "Nein, Joschi, Jesus find ich eigentlich einen sehr schönen Namen! Ich möchte, dass er so heißt!" Das wars auch schon. Nicht einmal bei einem Kind das nicht von mir war durfte ich den Namen aussuchen!

Ich meine, man würde sich doch denken, dass wenn man schon bei seiner Frau bleibt die schwanger ist von einem anderen Mann, einen anlügt und sagt es wäre von Gott und seinen Beruf sogar aufgibt für den bastard, dass man dann wenigstens etwas bei der Namensentscheidung mitzureden hätte! Jedoch muss ich zugeben, der kleine ist schon süß - und wer weiß, vielleicht wird ja wirklich einmal aus ihm etwas Großes..."

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Sparkling Treat #4

Zuerst mal ein ganz tolles Gedicht:

Der Asra

Täglich ging die wunderschöne
Sultanstochter auf und nieder
Um die Abendzeit am Springbrunn,
Wo die weissen Wasser plätschern.

Täglich stand der junge Sklave
Um die Abendzeit am Springbrunn,
Wo die weissen Wasser plätschern;
Täglich ward er bleich und bleicher.

Eines Abends trat die Fürstin
Auf ihn zu mit raschen Worten:
Deinen Namen will ich wissen,
Deine Heimat, deine Sippschaft!

Und der Sklave sprach: Ich heisse
Mohamet, ich bin aus Yemmen,
Und mein Stamm sind jene Asra,
Welche sterben, wenn sie lieben.

Heinrich Heine



der letzte vers gefällt mir besonders gut!!


Hier ein paar Gedankenfetzen:

  • Kein Volk auf der ganzen Welt ist unfreundlicher als die Wiener. Ich bin in der jüdischen Jugendgruppe Hashomer Hatzair als Madricha (Gruppenleiterin) tätig, und meine Kinder sind ca. 10-11 Jahre alt. Letztens haben wir ein Spiel gespielt, bei dem es darum ging zuerst Kakaobohnen (Schokotrüffel) zu finden, und sie dann gratis an Menschen zu verteilen. Ich dachte, das wird schon nicht allzu schwer sein, denn schließlich mögen ja die meisten Menschen Schokolade und süße Kinder. Tja, falsch Gedacht. Nach einer Stunde im ersten Bezirk sind wir erst alle 8 "Kakaobohnen", und wurden von den Leuten auf der Straße behandelt als würden wir sie überfallen wollen. Ein älteres Ehepaar dachte zuerst die Trüffel ist eine Bombe und wir sind Terroristen; als wir dann eine aßen dachten sie wir sind rumänische Straßenkinder und wollen sie verprügeln und ausrauben. Irgendwann mussten wir unsere Taktik ändern und haben dazugesagt, dass das für ein Spiel ist. Der Erfolg blieb trotzdem aus. Unsere Rettung waren dann Touristen, denen wir die Trüffeln einfach in die Hand drückten. Unglaublich oder? Wir sind es überhaupt nicht gewohnt etwas zu bekommen von Fremden, aber muss man dann gleich so reagieren besonders vor Kindern??
  • Guten Indierock gibt es von "Camera Obscura", besonders gefällt mir das Lied "French Navy"
  • Tavi Gevinson hält sich zwar für eine Modegöttin, aber ganz ehrlich: wenn man sich als 13-jährige so hocharbeitet nur durch bloggen, was ist man dann? Großes vorbild von mir, ehrlich gesagt! Vielleicht sollte ich auch anfangen auf Englisch zu posten um mein Leserspektrum zu erweitern

  • Für alle die es noch nicht mitbekommen haben: unser lieber Herr Heinz Christian Strache war auf einer Israelreise. Fortschrittlich, nicht wahr? Nein. Denn a) hat er nur mit rechtsextremen Siedlern gesprochen und b) in Jad Vashem, dem großen Memorial und Museum für den Holocaust, eine Burschenschaftlerkappe getragen. Ich glaube, ich muss nichts dazu sagen.
Naja, das wars auch schon für heute, ich werde in nächster Zeit wenig bloggen können da ich mit dem Hashomer Hatzair wegfahre. Aber zum Abschluss gibt es natürlich noch ein gutes Zitat, das zu meinem vorigen Post passt.

"Später ist zu spät" - Peter Altenberg


a verry merry christmas
izze

Dienstag, 21. Dezember 2010

Brief an das Christkind

"Was wünschst du dir zu Weihnachten?", ich kann diese Frage nicht mehr hören! 1. Weil ich kein Weihnachten feiere und jeder der mich kennt sollte das mittlerweile schon wissen, und 2. weil es mich zum Nachdenken bewegt. Was wünsche ich mir? Lange habe ich überlegt, und bin zu dem Schluss gekommen ich habe ziemlich viel, vielleicht sogar zuviel. Mehr als man haben kann. Darum brauche ich mehr Platz für mehr Sachen. Also ist mein ultimativer Weihnachtswunsch: Zeit!

Ein Tag hätte 32 Stunden, und wir bräuchten trotzdem nicht mehr als 7 Stunden Schlaf. Ich wäre zwar mehr in der Schule, dafür hätte ich aber schon abgeschlossen und hätte bessere Noten gehabt weil ich mehr Zeit zum Lernen gehabt hätte. Ich wäre mittlerweile schon eine Starflötistin weil ich jeden Tag eine Stunde üben würde. Ich würde meine Freunde öfters sehen, mit meiner Familie essen und am Abend noch genug Zeit haben ein Buch zu genießen. Und natürlich zu bloggen! ;) Und wenn ich so darüber nachdenke, wer wünscht sich schon Geld oder Ruhm oder Liebe wenn er Zeit haben kann? Was ist dieses undefinierbare Ding, dass uns so bewegt?

Ein sehr guter Freund von mir hat mir letztens erklärt, dass er glaubt die Zeit ist reine Erfindung der Menschen. Es gibt sie nicht wirklich, nur wir leben danach. Aber wenn das so wäre, wie würden wir dann altern? Andererseits, wieso nehmen wir Zeit verschieden lang wahr? Ich habe natürlich sofort eine Diskussion mit ihm angezettelt weil ich sehr wohl an die Zeit glaube. Ich sehe sie als die vierte Dimension in der wir Leben, da sie eine Art Bewegung ist. Dazu muss ich aber sagen, ich bin eher geisteswissenschaftlich orientiert und habe mit der Physik leider nicht soviel am Hut. Also zurück zur Zeit: sie ist eine Bewegung, in der wir uns mit bewegen, und ich glaube nicht daran dass man in dieser Bewegung Ort und Zeitpunkt wechseln kann, sprich man kann nicht Zeitreisen. Aber warum kontrolliert diese abstrakte Bewegung unser Leben? Warum mischt sich die Zeit ständig in unsere Angelegenheiten und beeinflusst unsere Handlungen?

Was wenn es sie wirklich nicht gibt, genauso wie die Mathematik, was dann? Kann ich mir Zeit überhaupt wünschen, wenn sie nicht existiert. Hilfe, mein Kopf brummt schon vor lauter unlösbaren Fragen. Kurzer Gedankeneinschub: Wenn wir den Einfluss der Zeit in unser Leben kritisch hinterfragen, sollte es uns doch möglich sein ihn mehr zu kontrollieren. Denn was verursacht z.B. Stress? Zeitmangel. Und der wird von der Zeit beeinflusst. Wenn man jetzt nicht selbstverständlich hinnimmt, dass die Zeit so existiert wie wir glauben, dann sollte es uns möglich sein die Zeit für einige Zeit zu ignorieren.

Genug philosophiert, Fazit ist: Ich wünsche mir mehr Zeit, vielleicht geht dass auch dadurch sie mir weniger zu wünschen und mich weniger mit ihr zu beschäftigen.

Chag Sameach!

Sonntag, 10. Oktober 2010

Furious Sparkling Clementine!

Ok liebe Leser, es tut mir Leid. Dieser Post wird jetzt in rotem Zorn geschrieben. Für alle die es noch nicht gesehen haben, die erste Hochrechnung der Gemeinderatswahl 2010 in Wien sagt, dass die FPÖ 27,2% hat. Das sind 12,5 % mehr. Verhasste Wiener, wollt ihr uns verarschen?!?!

Sie haben ihre Wähler verdoppelt. VERDOPPELT. Und ich möchte nur ins Gedächtnis rufen, dass vor nicht einmal 73 Jahren Österreich sich Deutschland angeschlossen hat, Hitler einmarschiert ist, und bejubelt wurde zeremoniell am Heldenplatz. Und das darauf folgend nicht nur der schlimmste Krieg den die Welt jemals gesehen hat entstand, sondern auch der grausamste Genozid überhaupt vorstellbar durchgeführt wurde. Aber wir Österreicher können ja nichts dafür, heißt es immer. In der Österreich-Baracke in Ausschwitz steht groß auf der Wand "Österreich - Erstes Opfer des Nationalsozialismus". OPFER?! Wenn wir solche Opfer sind, wieso verdoppelt sich dann die Rechtsextreme Partei, die übrigens aus vielen Kindern und Enkelkindern der Nationalsozialisten besteht, in der Hauptstadt?!

Ich bin gerade so wütend, ich weiß nicht einmal wie ich das beschreiben soll. Liebes Wien, schäme dich in Grund und Boden! Wie kann es sein, dass ein Land, dass Schuld am Holocaust trägt so wenig einsieht? Das ist eine absolute Katastrophe, und eine Schande. Und danke lieber ORF für die netten Interviews mit Brigittenauer Xenophoben, ihr habt wirklich das perfekte Abschlussbild gebracht. Was macht einen besseren Eindruck als alteingesessenen, fremdenfeindlichen Unsympathlern über Ausländer zuhören zu müssen, und dann eine Frau mit Kopftuch, die kaum Deutsch spricht, zu fragen was sie wählt. Ja, gut gemacht lieber "neutraler" Rundfunk. Das ist eine absolute Frechheit! Eine Katastrophe!

Warum sieht das keiner, die FPÖ ist verhetzend, xenophob, und absolut inakzeptabel. Allein für den Comic "Sagen aus Wien" sollten die meisten schon bis zu den Zehenspitzen verurteilt worden sein! Aber nein, nicht einmal die Justiz kann etwas gegen die läppische Erklärung sagen, warum im Comic auf einer Mundwasserflasche Odal steht. Wie können Plakate wie "Daham statt Islam" durchgehen? Wie kann ein Moschee-abschieß Computerspiel auf ihrer Homepage sein? Wie können Burschenschaften überhaupt noch existieren, und wie können ihre Mitglieder in der Politik sein und dann noch 27% kassieren???

Ich möchte an dieser Stelle etwas hineinkopieren.

"Bist du häßlich, fett, krank oder fremd im Lande, bist Du von Sorgenfalten, Weltschmerz oder linksliberaler Gesinnung gepeinigt, trägst Du alternative oder Schicky-Kleidung oder gar ein Flinserl im Ohr, studierst du Psychologie, Politologie oder Theologie oder gar nicht, hast du den Wehrdienst verweigert oder eine Freundin mit, die weder schön noch still ist, kurz: bist Du auf irgendeine Weise abnormal oder unfröhlich, dann bleib lieber zu Hause.“

Das ist die Einladung zum Treffen der Wiener akademischen Burschenschaft Olympia, in der zufällig ein hohes Parteimitglied der FPÖ, Martin Graf, eine hohe Stellung hat. Und das ist kein Einzelfall, nein. Jeder sieht es doch auf den ersten Blick, diese Partei ist voller Nazis!! und wer das nicht sieht, der ist doch blind! Bitte liebe Leser. Bitte erklärt es mir wie so etwas passieren kann. 65 Jahre nach dem Holocaust und die Neonazis haben 27% in Wien. Der ja achsoweltoffenen und toleranten Stadt. Nochmals: Schämt euch!

Es ist eine absolute Katastrophe! Ja ich weiß ich wiederhole mich, aber das ist mir egal. Es ist mir die Sprache in diesem Post genauso egal, wie dass die FPÖ es immer schafft an der Grenze zu sein, und manche Parteimitglieder nicht so schlimm sind. Die Grenze muss strenger gezogen werden denn so etwas ist absolut inakzeptabel und abartig und ich finde keine Worte mehr.

Ich bin schockiert, wütend, und ich schäme mich in dieser Stadt zu leben.

Donnerstag, 30. September 2010

Warum wir einen Leviathan brauchen

Demokratie. Die beste Regierungsform aller Zeiten. Das Volk hat die Macht zu bestimmen, wer sie regiert. Sollte doch eigentlich die fairste Regierungsform sein, mit den besten Ergebnissen oder? Nein, leider nicht. Demokratie würde perfekt funktionieren in einer Welt mit grundsätzlichen Moralen, ganz ohne Werteverlust. Jeder kennt die Grenze zwischen Gut und Böse, und denkt an das Gemeinwohl. Aber so sind wir Menschen nun mal nicht. Erstmals haben wir das Problem mit der Mehrheit. Die Mehrheit kann bestimmen, auch über Minderheiten. Doch nur weil viele Leute so denken, heißt das nicht, dass das gut für die Gemeinde ist. Außerdem fördert die größte Schicht sich selbst, und dadurch wird der gesellschaftliche Unterschied immer größer und größer.

Zusätzlich kommt noch, dass man in einer Demokratie sehr viel Manipulation ausgesetzt ist, und die Mehrheit sich meist von den populistischsten Parteien beeinflussen lässt. Das ist jedoch nicht das Ziel der Demokratie! Die Gratwanderung zwischen Meinungsfreiheit und Verhetzung wird immer leichter, der rechte Flügel immer stärker, und die Demokratie wird immer ineffizienter. Churchill sagte einst: "Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, abgesehen von allen anderen." Hat er damit wirklich Recht?

Vor einem halben Jahr kam mir der Gedanke einer Oligarchie. Ich dachte mir, es müsste doch hervorragend funktionieren, würden die Klügsten der Klügsten das Land regieren, wie Platon es auch vor ca. 2500 Jahren vorgeschlagen hat. Doch dann las ich in Platons "Staat" hinein, und es kam mir fast hoch. Nein, eine Tyrannenoligarchie, die auf der Unterdrückung des Volkes durch falsche Bildung etc. beruht ist wahrscheinlich doch nicht das richtige. Ich forstete weiter nach bei den großen Philosophen und stieß auf zwei Philosophen des siebzehnten Jahrhunderts, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Thomas Hobbes und John Locke.

Grundsätzlich unterscheiden sich deren Werke und Weltansichten darin, dass Hobbes der Meinung ist, der Mensch sei von Grund auf böse. In einem "Naturzustand" ohne Zivilisation würde sich die Menschheit selbst zerstören. John Locke hingegen glaubt an das Gute im Menschen, und an die festen moralischen Grundsätze die uns nicht genommen werden können. Bis vor kurzem, war ich überzeugt davon, dass John Locke recht hat. Aber mittlerweile, wenn ich mir die Welt so anschaue gibt es doch eine grundlegende Sache die uns fehlt, wie es auch schon Thomas Hobbes gesagt hat. Einen Leviathan. Oder einen Gott. Einen Imperator. Man kann es nennen wie man will. Die Menschheit braucht jemanden, der entscheidet was gut und was böse, was richtig und was falsch ist. Jene, die Gutes tun, sollen belohnt, und jene die Böses tun bestraft werden. Und in einer solchen Gesellschaft bräuchten wir nicht einmal eine Demokratie, weil alles von ihm regiert werden würde. Fehler macht er keine, sondern immer nur das Beste für alle.

Tja, das ist zwar eine schöne Phantasie, aber wir haben leider nun mal keinen Leviathan. Weder Platon noch Hobbes leben noch, und wir stecken fest mit so manchen Idioten in den Führungspositionen der Welt. Was nun? Ich persönlich hoffe ja eines Tages auf ein Genie, dass die Demokratie vollkommen reformiert. Die echte Demokratie, die wirklich jedem gegenüber fair funktioniert.

Mittwoch, 21. April 2010

Sparkling Treat #3

Mein absolutes Lieblingsgedicht:

Wenn die Möpse Schnäpse trinken,
Wenn vorm Spiegel Igel stehn',
Wenn yor Föhren Bären winken,
Wenn die Ochsen boxen gehn',
Wenn im Schlafe Schafe blöken,
Wenn im Tal ein Wal erscheint,
Wenn in Wecken Schnecken stecken,
Wenn die Meise leise weint,
Wenn Giraffen Affen fangen,
Wenn ein Mäuslein Läuslein wiegt,
Wenn auf Stangen Schlangen hangen,
Wenn der Biber Fieber kriegt,
Dann ensteht zwar ein Gedicht...
Aber sinnvoll ist es nicht.

- James Krüss


Und das heutige Zitat passt zum nächsten Blog, aber mehr verrate ich noch nicht ;)


"Democracy is the worst forn of gouvermenr except all the others that have been tried."
- Winston Churchill

So und jetzt wiedermal ein paar Tagesgedanken:

1. Schoko-Bons schmecken sooooooooooooooooooooooooooooooooo verboten gut!! :P

2. Die Menschen bei der Raiffeisen sind unglaublich nett, haben mich super beraten und sind schnell und zuverlässig => Bank wechseln !!

3. Dieser Satz ist unwahr.

Denkts mal drüber nach, ist er war oder nicht?^^


izze - sparkling clementine

Dienstag, 20. April 2010

Wunschkinder? Einstein bringt es mal wieder auf den Punkt

Tut mir leid liebe Leser, für meine viel zu lange Schreibpause. Ich neige leider zu Schreibfaulheit ;)

Im Moment lese ich ein sehr gutes Buch über die größten philosophischen Fragen. Da habe ich gerade heute ein Kapitel über Genmanipulation gelesen. Wäre es moralisch vertretbar sein Kind zu manipulieren? Wenn ja bis zu welchem Grad? Heutzutage ist es technisch schon möglich, das Geschlecht zu bestimmen, in einigen Jahrzehnten wird es möglich sein die Intelligenz, die Gesundheit, ja sogar das Aussehen zu bestimmen. Und man könnte sein Baby immun gegen alle möglichen schweren Krankheiten machen.

Anfangs dachte ich, ok, sollte ich Kinder haben wollen würde ich sie evt. immun gegen Krankheiten machen, weil ihnen das das Leben total erleichtern würde. Wenn man sein Baby wirklich vor Krebs, Herzprobleme etc. schützen könnte, dann müsste man diese Chance doch nutzen oder? Aber das Problem wäre, dass die Welt 1. überbevölkert werden würde ohne Krankheiten, und 2. wären Genmanipulierte besser dran als die "Natürlichen". Man würde als Arbeitgeber viel eher jemanden einstellen bei dem man sich sicher sein kann, dass er leistungsfähig und nicht kränklich ist, als bei anderen. Und das wäre natürlich eine furchtbare Ungerechtigkeit.

Ich bin aber der Meinung, dass wenn ein Kind eine Behinderung in den Genen hat, dass man diese Gene verändern dürfe. Einfach aus dem Grund, weil es dem Kind besser geht, wenn es ohne Handicap geboren wird. Natürlich muss man aber moralisch sehr aufpassen, dadurch Menschen mit Handicap nicht minderwertiger zu behandeln. Es ist in dem Fall besonders wichtig, dass diese Art von Genmanipulation nicht eine Paralelle der Eugenie der Nazis zu werden, die ihr grausames Euthanasie Programm betrieben. Trotzdem fände ich es moralisch vertretbar, Kinder vor Behinderung zu bewahren, einfach um ihnen das Leben zu erleichtern.

Prinzipiell denke ich, wäre Genmanipulation bei Babys eine tolle Sache, man wäre gesünder und intelligenter, man wüde länger leben etc etc. Nur leider haben wir das Problem, dass wir Menschen einfach dumm sind. Mit so einem moralischen Einschnitt könnten die wenigsten klarkommten, und Sitte und Wohltat würden noch mehr zusammenbrechen als sie es heute schon sind. Einstein sagte schon: "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher." Fazit ist, Genmanipulation auf ethisch korrektem Bereich wäre eine tolle Sache, gäbe es keine Menschen. Solange der Mensch egozentrisch, arrogant, eifersüchtig und böswillig bleibt, soll es nie erlaubt sein mit so einem Einschnitt in die Natur überhaupt anzufangen.

izze - sparkling clementine

Dienstag, 2. März 2010

Warum sich Gott und Darwin auf einen Kaffee hätten treffen sollen...

Nach einer sehr langen Blogpause bin ich wieder da ;) mit ganz viel neuer Lebenserfahrung und Motivation!!

Seit mehreren Wochen habe ich den Gedanken: Was hat die Evolution falsch gemacht mit dem Paarungsverhalten von Mann und Frau? Bei den Tieren funktioniert es ohne größere Komplikationen, und sie schaffen es meistens sich ohne großen Herzschmerz fortzupflanzen. Aber schaut man sich uns an, wenige Beziehungen halten wirklich lange, jeder bekommt mindestens einmal schlimmen Liebeskummer und Männer und Frauen verletzen sich gegenseitig bis zum geht nicht mehr. Der Krieg der Geschlechter fängt in der Pubertät an, und zieht sich ein Leben lang.

Betrachtet man das ganze rein biologisch, könnte man meinen, Männer können nichts dafür wenn sie z.B. Frauen anlügen um sie ins Bett zu kriegen, da ihr Instinkt ihnen vorgibt soviele Kinder wie möglich zu bekommen. Jedoch liegt es im größten Interesse der Frau einen Mann mit guten Genen zu finden, und diesen zu halten, um die Kinder gut zu erziehen. Dass würde also heißen, dass Männer von der Natur aus gezwungen seien "Player" zu sein, und Frauen immer versuchen müssten den Mann zu halten, mit welchen Mitteln auch immer.

Also würde das menschliche Paarungsverhalten so ausschauen wäre das eine Katastrophe. Natürlich wollte der Liebe Gott die Welt noch schlimmer machen, und gab dem Menschen Gefühle. Und was haben wir jetzt davon?? Ein gestörtes Paarungsverhalten zwischen Männer und Frauen, das absolut keinen Sinn gibt monogam zu leben, Lügen, Intrigen und jede Menge Liebeskummer. Und wenn es wirklich einen Amor gibt, der seine Liebespfeile in Menschen schießt, dann ist er wahrscheinlich entweder blind oder geistig behindert. Warum sollten wir uns sonst in extreme Idioten verlieben?

Was weder Darwin noch der Liebe Gott bedacht haben, ist das wenn ein Mann eine Frau anlügt um sie ins Bett zu bekommen, und die Frau glaubt dass er es ernst meint, ihre Gefühle sehr verletzt werden. Passiert ihr das öfters, bekommt sie Bindungsängste und Vertrauensprobleme und sollte sich einmal ein Mann wirklich in sie verlieben geht das wegen dem Vorgänger oft schief. Hätten sich unser Allmächtiger und der Schöpfer der Evolutionstheorie abgesprochen, wären sie vielleicht darauf gekommen, dass die Kombination Sex und Gefühle eine absolut tödliche ist. Und trotzdem ist es das, was wir alle, Männer und Frauen, unser Leben lang suchen.
izze - sparkling clementine

Freitag, 15. Januar 2010

Sparkling Treat #2

Die letzten Tage habe ich genug ernstes Zeug geschrieben, darum heute wiedermal ein Sparkling Treat mit Gedicht, Zitat und Tagesgedanken.

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

- Rainer Maria Rilke

Wer richtig hingelesen hat, sollte erkennen worum es in diesem Gedicht wirklich geht: um das Alt werden. Meiner Meinung nach sehr schöne Metaphern und Bilder um diesen Vorgang zu beschreiben.


Zitat des Tages: "Sagen sie nichts gegen Masturbation - es ist Sex mit jemandem, den man wirklich liebt!" - Woody Allen
Ich glaube nicht, dass ich in dieses Zitat großartig hineininterpretieren muss, aber ich kann dem nur zustimmen ;)

Und hier ein paar Tagesgedanken:

1. Winter ist Scheiße. Ehrlich mal. Es ist kalt, dunkel und absolut jeder hat eine Winterdepression. Nach Weihnachten kann man sich ohnehin nur mehr auf Ostern freuen und der erhoffte Schnee kommt auch nie!

2. Gutes Essen gibt es in "Rudi's Beisl", wenn auch etwas teuer. Aber die Portionen sind groß genug um zu teilen! (Spezialempfehlung: Eiernockerl)

3. Ich fahr morgen nach Venedig also werde ich jetzt länger LEIDER nicht mehr bloggen können. Aber wenn ich am Dienstag wieder zurück bin erzähle ich euch wies war ;)

4. Geburtstag heißt nicht umbedingt glücklich sein, denn an seinem Jubiläum kann trotzdem noch alles schiefgehen egal wie sehr einen Freunde feiern. Ich wünsche trotzdem allen denen bei denen der Geburtstag in die Hose geht, die Kraft das Beste daraus zu machen.

5. Die Gebrüder Grimm waren nicht nur fleißige Märchenschreiber, sondern verfassten auch das erste deutsche Wörterbuch um 1800 herum. Sie waren auch bekannte europäsische Sprachwissenschaftler und lehrten an guten Universitäten.

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

izze - sparkling clementine

Donnerstag, 14. Januar 2010

George Orwell Reloaded

Heute beginne ich den Tag mit einem meiner Lieblingszitate: "Who controls the past, controls the future. Who controls the present, controls the past" - "1984", George Orwell. (Übersetzt: Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.)

Obwohl dies nur ein grundlegendes Prinzip in der von Orwell erschaffenen utopischen Welt aus dem Roman 1984 ist, ist es leider aktueller als man denkt. Es stimmt, wäre es uns möglich die Vergangenheit zu kontrollieren würden damit Menschen so manipuliert werden, dass es sich auf unsere Zukunft auswirken würde. Ein geniales und bombensicheres System für den Totalitarismus, aber nicht mehr in unserer heutigen Welt relevant, so dachte ich. Tja, falsch gedacht. Als ich gestern mit meinem Vater, der selbst ein fleißiger Blogger ist, die Nachrichten schaute, traf mich der Schlag. Ich erkannte, dass dieses Zitat sehr wohl noch relevant bei uns ist, nämlich momentan in China. Dort droht Google sich zurückzuziehen da die chinesische Regierung die Suchmaschine zensuriert hat. Wer immer etwas über "Dalai Lama" lesen möchte, wird in China über Google nicht fündig werden.

Auch der Begriff "Tiananmen Square" wurde von der Regierung in China nicht mehr im Internet zugelassen. Der Tiananmen Square ist der Platz vor dem Tor des himmlischen Friedens, welches in die verbotene Stadt führt. Er war das letzte Jahrhundert ein Zentrum für Volksaufstände und Revolten. 1989 setzte die Regierung den Aufständen ein blutiges Ende, schlug sie vollkommen nieder und tötete ca. 3000 Menschen. Es liegt jedoch im Interesse des Regiems jede Beschäftigung der Bürger mit dem Massaker zu verhindern und dieses tragische Ereignis aus ihrer Vergangenheit zu verbannen. So wurde nicht nur das Internet zensuriert, sondern es werden auch heute noch chinesische Bürgerrechtler verfolgt, die sich versuchen für die Opfer und deren betroffene Familien einsetzen.

Wer weiß, was das für Auswirkungen hat? Hier muss ich wieder ein schönes Zitat einwerfen: "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it." - George Santanaya. (Übersetzt: Wer sich nicht seiner Vergangenheit errinert, ist verurteilt sie zu wiederholen.) Wüssten wir nicht über unsere Vergangenheit bescheid dann würde unsere Zukunft weniger gut ausschauen. Selbst wenn es oft nicht so scheint, der Mensch ist fähig aus seinen Fehlern zu lernen. Aber dazu müssen wir uns immer die begangenen Fehler vor Augen halten sonst werden sie vergessen und wir begehen sie wieder. Darum ist die Zensur von Vergangenheit meiner Meinung nach so eine gefährliche Art der Manipulation, vor der wir uns alle schützen sollten. Wie? Immer informiert sein sowohl über Vergangenes als auch über Ereignisse der Gegenwart. So vermeiden wir am ehesten gefährlich manipuliert zu werden.

Ich persönlich hoffe, dass sich Google wirklich aus China zurückzieht, denn jeder der Orwells "1984" gelesen hat, weiß wie gefärlich Zensur sein kann. Google sollte zu dem Grundrecht der Meinungsfreiheit stehen und das chinesische Regiem nicht länger unterstützen.

izze - sparkling clementine

Mittwoch, 13. Januar 2010

Gott vs. Quantenphysik

Wer immer in den letzten Tagen die Nachrichten geschaut hat, weiß dass ein tragisches Erdbeben in Haiti wahrscheinlich hunderttausend Tote gefordert hat und Millionen Menschen das Leben zur Hölle macht. Haiti ist nur zufälligerweise eines der ärmsten Länder der Welt. Hätte ich bis jetzt an einen allmächtigen Gott geglaubt, wer dieser Glaube heute endgültig verschwunden. Denn wer würde ein schrecklich armes und korrptes Land, in dem sowieso nichts funktioniert noch mit einem Erdbeben bestrafen?

Lieber Gott, sollte es dich doch tatsächlich geben was ich sehr bezweifle, dann bitte bitte bitte schenke der Welt Fairness. Wenn du schon ein Erdbeben auf die Erde schicken musst, dann wenigstens nicht in ein Land dass jetzt aus seinem tiefen Loch wahrscheinlich nie wieder herauskommen wird.
Doch leider beruht unsere Welt nicht auf einen Gott sondern auf Quantenphysik, das heißt, dass leider manche Menschen viel Glück und manche daher auch viel Pech haben. Das ganze basiert natürlich auf Zufall und wir können nichts tun um dies zu ändern.

Wer weiß, vielleicht ist eines Tages die Wissenschaft so weit, dass der Mensch Quanten beeinflussen und damit in sein Schicksal eingreifen kann. Aber wozu wäre das Leben dann lebenswert wenn alles von uns abhängen würde? Außerdem sind wir als Menschen a) viel zu dumm dazu und b) wahrscheinlich sowieso schon tot weil der Klimawandel unsere Erde zerstört hat.

Und hiermit kommen wir zu einem Punkt für den man weder Gott noch die Quantenphysik verantwortlich machen können: der Klimawandel. Eindeutig und allein UNSERE Schuld. Super. Jetzt haben wir es als Rasse Mensch nicht nur geschafft über die letzten 5000 Jahre viele unschuldige Menschen zu töten, wir zerstören jetzt auch noch unseren 4,6 Milliarden Jahre alten Lebensraum. Und wieso? Weil sich keine Sau darum schert! Jeder denkt nach dem Prinzip: sollen das doch die anderen machen. Und tada: wir haben wiedermal ein Gefangenendilemma. Allein Österreich hat dieses Jahr 18 Millionen Tonnen mehr CO2 Emmissionen als das Kyoto-Prinzip vorgegeben hat.

Und hier schließt sich unser Kreis wieder. Denn obwohl Erdbeben zu Naturkatastrophen gehören die nichts mit der Erderwärmung zu tun haben, der Klimawandel trifft die armen Länder viel härter als die reichen. Unfair, nicht wahr? Aber hier können wir weder Gott noch die Quantenphysik verantwortlich machen, denn das Glück und das Schicksal der Welt liegt zum großen Teil in unseren Händen auch wenn wir es oft nicht wahrhaben wollen. Darum tragen wir genauso Schuld am schrecklichen Schicksal Haitis. Way to go, mankind!

izze -sparkling clementine